Maximale Effekte: SEO und SEA miteinander kombinieren

SEO SEA Synergien SEO/SEA Synergien verstehen und einsetzen:
Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) sind eigene Themenbereiche, hängen aber dennoch zusammen. Durch die Kombination von SEO und SEA verstärken sich die Effekte gegenseitig, nicht umsonst wird dabei von einem echten Traumpaar gesprochen.

Verschieden – und doch ähnlich

Kann SEO auch ohne SEA erfolgreich sein? Ja, das kann es. Zusammen mit SEA ist der Erfolg allerdings noch größer, die richtige Umsetzung vorausgesetzt. Das beginnt schon mit einer einfachen Rechnung: SEO generiert Klicks, SEA ebenfalls. Mehr Klicks sind die Voraussetzung für mehr Umsatz, auch wenn noch andere Faktoren dazukommen.

Der wirkliche Nutzen der SEO-SEA-Kombination entsteht durch die Schnittstellen. Keywords sind dabei ein wichtiges Stichwort: Wer SEA betreibt, bekommt ein Gefühl dafür, welche Schlagwörter für Conversions sorgen. Dieses Wissen kann direkt in die SEO-Strategie eingebaut werden, da Keywords dort ebenfalls eine Rolle spielen. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Content. AdWords-Anzeigen werden mit kurzen Textzeilen versehen, aufgrund des begrenzten Platzes ist die Formulierung sehr wichtig. Auch dieses Fachwissen lässt sich nützlich in der SEO-Kampagne verwerten.

Interessant sind auch die verschiedenen zeitlichen Horizonte von SEO und SEA:

– Gutes SEO ist nachhaltig. Es dauert zwar eine Weile, bis die Effekte sichtbar werden (Wochen oder eher Monate), doch dann profitiert man langfristig davon. Selbst wenn man die SEO-Maßnahmen einstellt, wirkt die geleistete Arbeit noch lange Zeit nach.

– SEA dagegen ist kurzfristig und direkt. Im Moment der ersten Anzeigeschaltung beginnt die Kundengewinnung, sobald keine Anzeige mehr online ist, endet auch der SEA-Traffic.

Das Fazit liegt auf der Hand: Werden SEO und SEA effektiv kombiniert, treten die Effekte schnell ein und bleiben für lange Zeit. Ein weiterer Vorteil: Niemand weiß, wann und wie Google das nächste Mal seinen Algorithmus ändert. Selbst bei besten SEO-Maßnahmen sind Ranking-Verluste nie auszuschließen. Mit SEA können kurzzeitige SEO-Niederlagen aufgefangen werden. Gerade für große Shops mit hohen Fixkosten ein wichtiger Punkt in Sachen Sicherheit.

SEA als SEO-Vorbereitung nutzen

Um SEO und SEA gewinnbringend einzusetzen, bedarf es ständiger Analysen. Diese sind die Basis für Verbesserungen. Dabei macht es Sinn, SEO und SEA zunächst unabhängig voneinander zu tracken und die Kenntnisse danach zu vereinen. Zum Beispiel eignet sich SEA bestens, um Keywords zu testen. Dabei sind die Kosten niedriger als für eine vollwertige SEO-Kampagne. Deswegen kann SEA alleine schon zur Keyword-Recherche genutzt werden; startet man danach die SEO-Kampagne, weiß man von Anfang an, auf welche Keywords optimiert werden soll. SEA wird damit zum Optimierungswerkzeug für SEO. Wie mächtig AdWords als Datenlieferant tatsächlich ist, wird durch den Einsatz von Analytics deutlich. Dort erfährt man nämlich von jedem Besucher, der die Seite über AdWords erreicht hat, die genaue Sucheingabe – besser geht es aus SEO-Sicht kaum.

Für Shops, die dennoch alleine auf SEO bauen wollen, womöglich weil ihr Budget für zusätzliches SEA zu gering ist, kann SEA somit ein starkes Werkzeug sein. In der Anfangsphase wird es kostengünstig eingesetzt, um Wissen zu sammeln, und kann danach weggelassen werden. Dieses Vorgehen verspricht immer noch mehr Erfolg, als eine SEO-Kampagne „kalt“ zu starten, d.h., erst im SEO-Projekt mit der Keyword- und Textanalyse zu beginnen.

Macht die Kombination immer Sinn?

Es geht allerdings nicht nur um Effektivität, sondern um Effizienz. Bedeutet: SEO und SEA gibt es nicht kostenlos, das ist logisch, doch stehen die Einnahmen im Verhältnis zu den Ausgaben? Speziell an den Schnittstellen stellt sich die Frage, ob Geld unnötig doppelt investiert wird.

Hierzu ein konkretes Beispiel: Ein Shop ist auf ein bestimmtes Keyword so gut suchmaschinenoptimiert (nennen wir es „Lederstiefel“), dass es ohnehin immer auf den vordersten Plätzen bei Google landet. Macht es dann überhaupt noch Sinn, für das Keyword „Lederstiefel“ zusätzlich in AdWords zu optimieren? Die Frage lässt sich nicht zu 100 Prozent pauschal beantworten, aber in vielen Fällen lohnt es sich tatsächlich.

Da die Ergebnisseite von Google links die Suchmaschinenresultate und ganz oben sowie rechts die AdWords-Anzeigen einblendet, nimmt das eigene Angebot einen großen Teil des Bildschirms ein. Die Wahrscheinlichkeit, Kunden zu gewinnen, steigt dadurch weiter.

Besser gesagt: Die Wahrscheinlichkeit, einen Kunden nicht zu gewinnen, da er laut seinem Nutzerverhalten eher auf a) organische Resultate oder auf b) AdWords-Anzeigen klickt, sinkt drastisch, da beide Vorlieben erfüllt werden.

Schließlich darf man nicht vergessen, dass jeder Internetnutzer eigene Präferenzen hat, und das gilt auch beim Surfverhalten. SEA-Analysen bringen sehr viel Wissen über die Kundenpsychologie ins Haus, dieses Wissen kann auch Jahre später noch für ganz andere SEO- und SEA-Projekte verwendet werden.

Fazit: die Kombination ist unbedingt empfehlenswert

Grob ausgedrückt, gibt es eigentlich kein einziges Gegenargument zur SEO-SEA-Kombination. Sowohl während der Projektinitiierung als auch während des Tagesgeschäfts und in der langfristigen Planung treten die Synergien zutage. Da SEO ohnehin betrieben wird, stellen sich viele Shop-Betreiber die Frage, ob SEA zusätzlich mit ins Boot geholt werden sollte. Aufgrund der relativ niedrigen Kosten (die außerdem gut planbar sind) wird diese Frage immer häufiger mit „Ja“ beantwortet, und auf kurze wie auf lange Sicht ist das auch gut so.

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