Provisionierung im Online-Performance-Marketing

Provisionierung im Online-Performance-Marketing Warum manche Dienstleister doppelte Provisionen kassieren und wie Shop-Betreiber das verhindern können.

Online-Performance-Marketing zeichnet sich im Geschäftsverhältnis zwischen Kunde und Online-Marketing-Dienstleister dadurch aus, dass die Abschlussprovisionen entweder auf Basis eines festen Betrags (nach CPO – Cost per Order) oder eines prozentualen Betrags (nach CPS – Cost per Sale) abgerechnet werden. Aufgrund eines „Fehlers im System“ oder weil Shop-Betreiber in Unkenntnis unzureichende Vergütungsverträge abgeschlossen haben, kann es jedoch zu einer doppelten Fakturierung von Provisionen kommen.

Besonders ist darauf zu achten, wenn für zwei verschiedene Vertriebskanäle wie SEO und SEA auch zwei unterschiedliche Tracking-Lösungen zum Einsatz kommen oder wenn man beispielsweise bei einer SEA-Maßnahme in Google AdWords auf eine SEO-Landingpage als Ziel-URL verlinkt. So ist es möglich, dass ein und derselbe Sale zwei Mal abgerechnet wird. Hier gilt es also zu differenzieren.

Ein analoges Verhalten ist feststellbar, wenn im Affiliate-Marketing mehrere Affiliate-Netzwerke genutzt werden. Klickt dabei ein User innerhalb eines definierten Zeitraums auf die Banner aus zwei Netzwerken, ist es denkbar, dass Provisionsansprüche von beiden Netzwerken geltend gemacht werden. Je länger dann auch noch die Kontaktkette wird, umso schwieriger gestaltet sich die gerechte Auswertung der Transaktionen. Online-Shop-Betreiber sollten sich also schon bei der Kooperationsgestaltung dahingehend mit dem Online-Marketing-Dienstleister einigen, inwieweit eine doppelte Provisionierung ausgeschlossen werden kann.

Die ideale Lösung, die Online-Marketing-Dienstleister anbieten können, ist ein Multichannel-Tracking mit Trackingweiche. Dank einer Trackingweiche, wird auf der Bestellbestätigungsseite nur das Pixel gemeldet, dass die tatsächlich letzte getätigte Bestellaktivität nach der Last-Cookie-Win-Logik repräsentiert. Damit erhalten die anderen Marketing-Maßnahmen oder Partner-Netzwerke keinen Hinweis auf die Transaktion und werden bei einer Abrechnung nicht berücksichtigt – lediglich im Reporting ist die Customer-Journey als solche angezeigt.

Ein Kunde kann jedoch alle in der Kette (Point-of-Contacts), also vom First- bis zum Last-Cookie beteiligten Partner aus der Customer-Journey ein ausgewogenes und faires Vergütungsmodell anbieten – gerade auch, um alle Dienstleister zu motivieren, eine saubere Arbeit abzuliefern. Das etablierte Modell, das nach dem reinen Last-Cookie-Win-Konzept abläuft, erscheint somit nicht mehr zeitgemäß und so gilt es, die Dienstleister dazu zu bewegen, den Status quo zu überdenken. Wie man ein solch innovatives Provisionsmodell sinnvoll gestaltet, können die Mitarbeiter von omedia24 auf Anfrage gerne en détail erläutern.

Die Verwendung von unterschiedlichen Tracking-Tools birgt mitunter die Gefahr von Abweichungen in der Darstellung der wahren Performance einer Kampagne. Die Order-ID ist grundsätzlich unique, sprich: einzigartig und kann somit auch nur einmal einer Bestellung zugeordnet werden, womit ein dem gemäßer Sales-Abgleich die bereinigten Werte zur Folge hat. Bei der Erfassung durch ein Tracking-Tool sollte zudem immer darauf geachtet werden, dass lediglich die Nettowarenwerte in die Abrechnung einfließen, da die Bruttowarenwerte die MwSt. wie auch ggf. die Versandkosten enthalten. Auch die als „Net-Sales“ verstandenen Umsatzwerte, bei der die Retouren innerhalb eines festgelegten Zeitfensters abgezogen werden müssen, sollten Bestandteil eines umfassenden Sales-Abgleichs sein.

Eine weiterführende Beratung, die die genannten Kriterien beinhaltet, ist maßgeblich für eine langfristig erfolgreiche und faire Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und Shop-Betreiber schon im Vorfeld. Jeder Kunde von omedia24 erfährt eine präzise Ermittlung der technischen und marktorientierten Anforderungen um gemeinschaftlich ein Vergütungsmodell zu entwickeln, das transparent ist und lediglich die tatsächlichen Umsätze bei der Provisionsabrechnung als Grundlage hat. Die für ein einträchtiges und durchschaubares Performance-Marketing notwendigen Voraussetzungen sind somit eine stabile Multichannel-Tracking-Lösung als auch eine Trackingweiche, wie man beides in dem von omedia24 entwickelten Universal-Tracking® vorfindet.

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