Online Marketing in der Möbelbranche

Online Marketing in der Möbelbranche Nach einem leichten Umsatzrückgang in 2013 blickt die Möbelbranche optimistisch auf das laufende Jahr.
Ein Grund dafür ist die starke Entwicklung des Wohnungsbaus in Deutschland, der zwangsläufig eine steigende Nachfrage an Möbeln bedeutet. Doch um das Geschäftspotenzial auszuschöpfen, sind auf Seiten der Hersteller und Shops bestimmte Maßnahmen nötig – allen voran natürlich das Online Marketing.

Nun ist Online Marketing ein breites Feld mit vielen Teildisziplinen. Obwohl Online Marketing inzwischen für jede Art von Shop unverzichtbar ist, gibt es Unterschiede bei der Wirksamkeit der Methoden je nach Branche. Die bekanntesten Begriffe sind Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA), aber auch Display Advertising und Affiliate-Programme.

Der erste Schritt: Möbel bei Google Shopping anzeigen lassen

In der Möbelbranche hat sich Google Shopping als einer der wichtigsten Kanäle etabliert. Um Möbel dort unterzubringen, kommt es zunächst auf die zwei Attribute an: Produktkategorie und –typ.

– Bei der Kategorie muss eine der von Google vorgegebenen Kategorien ausgewählt werden; eine Garantie, dass die Produkte dort auch angezeigt werden, gibt es zwar nicht, doch je mehr Produktinformationen Google erhält, desto besser die Chancen, in der Kategorie zu erscheinen.

– Bei der Definition des Produkttypen darf man dagegen auch eine eigene Klassifizierung durchführen. Diese führen ebenfalls zu den Kategorien, erlauben aber eine spezifischere Beschreibung des Produkts. Um die Artikel möglichst treffend zu platzieren, dürfen deswegen auch mehrere Produkttyp-Attribute angegeben werden.

Ergänzt werden die Attribute um Keywords und Titel. Hierbei gilt die Regel: Möglichst treffend und aussagestark. Die Nennung mehrerer Merkmale wirkt sich positiv auf das Ranking aus, jedoch nur, wenn diese auch nützliche, faktische Informationen beinhalten.

Dazu am besten zwei Beispiele, wie es geht und wie es nicht geht:
1. Variante: „Helles Bambusbett, 140×200 cm, Marke XY“
2. Variante: „Wunderbarer Schlafkomfort im günstigen Holzbett!“

Der Unterschied ist offensichtlich: Variante 2 bietet kaum Informationen, lediglich die Info, dass das Bett aus einer der vielen Holzarten besteht, ist enthalten. Variante 1 verzichtet dagegen auf Werbesprache und subjektive Einschätzungen, sondern beschränkt sich auf Fakten – und genau das wollen potenzielle Kunden sehen. Für den Werbecharakter eignen sich Kategorie- und Produkttexte, da sie mehr Platz dafür bieten, allerdings gilt auch dort, dass neben der Werbung stets brauchbare Informationen enthalten sein sollten.

– Ein weiterer wichtiger Faktor sind Bilder. Thumbnails, also kleine Vorschaubilder, fangen den Blick des Lesers um ein Vielfaches schneller ein als es ein Text kann. Gleichzeitig wecken Produktbilder bei Möbeln Emotionen; das sollten sie zumindest, denn ein Produktfoto, das den Leser direkt einfängt, hebt sich aus der Masse ab. Bedeutet: Im Thumbnail muss das Produkt gut erkennbar und gleichzeitig ansehnlich in Szene gesetzt sein, etwa durch eine ansprechende, aber nicht zu aufdringliche Umgebung wie Schlaf- oder Wohnzimmer.

Sind die Produkte dann schließlich bei Google Shopping gelistet, spielt auch die Aktualität eine Rolle. Diese wird von Google inzwischen sehr stark gewichtet, nicht nur im Shopping, sondern auch bei Magazinbeiträgen, Ratgebern, Produkttests und Co. Der eigene Shop sollte deswegen regelmäßig aktualisiert werden, auch wenn gar keine Änderung stattgefunden hat, denn Google möchte gerne wissen, ob das angebotene Sortiment noch in dieser Form vorhanden ist. Mit regelmäßigen Aktualisierungen erhält Google diese Info und ist zufrieden.

Ebenfalls stark: Kampagnen bei Google AdWords und BING Ads

Ein weiteres wichtiges Werkzeug ist Werbung mit Anzeigen und Banner bei Suchmaschinen wie Google AdWords und BING Ads. Die Textanzeigen und Banneranzeigen erscheinen zielgerichtet auf geeigneten Seiten, die Wahrscheinlichkeit, bei potenziellen Kunden eingeblendet zu werden, ist relativ hoch. Gerade in der Möbelbranche kann die richtige Anzeigeplatzierung schnell in Umsatz umgewandelt werden, denn laut Branchenbericht 2011 haben möbelinteressierte Internet-User ein überdurchschnittlich hohes Budget. Das Potenzial ist also vorhanden, und Google AdWords sowie BING Ads hilft bei der Umsetzung.

Der Grundstein einer jeden AdWords- oder BING-Ads-Kampagne sind die Keywords. Die Keywords werden passend zur Anzeige definiert, sodass die Banneranzeige möglichst thematisch passend eingeblendet wird. Die Keywords kombiniert mit der Anzeige sind der erste Schritt, danach folgt die Landingpage. Die Landingpage ist eine Seite, auf der der User landet, nachdem er auf die Textanzeige oder das Banner geklickt hat. Eine gute Anzeige ist deswegen nur so viel wert, wie die darauffolgende Landingpage, da eine schlechte Landingpage zum Verlassen der Seite führt – der potenzielle Kunde wäre damit verloren.

Nun wäre Google nicht Google, wenn es Anwendern nicht entsprechende Tools zur Hand geben würde. Allen voran das Conversion Tracking: Die Umwandlungsrate von Besuchern zu Käufern, auch Conversion Rate genannt, ist entscheidend über den Erfolg der Kampagne. Viele Besucher müssen nicht zwangsläufig viel Umsatz bedeuten. Umgekehrt gilt: Bei einer optimal gestalteten AdWords-Kampagne können auch geringere Besucherzahlen zu gutem Umsatz führen. Die Qualität der Umsetzung ist also das A und O, Quantität alleine bringt wenig bis gar keinen Erfolg.

All das führt zum wichtigsten Baustein: die Erstellung von attraktiven Texteanzeigen und die Bannergestaltung. Sie entscheidet darüber, ob der User das Banner anklickt oder nicht. In der Möbelbranche sind Produktbilder gerne gesehen, die Erfahrung hat gezeigt, dass schöne Produktbilder schneller zum Klicken verleiten als in anderen Branchen. Ein wenig Text darf auch vorkommen, er sollte jedoch nicht im Mittelpunkt stehen.

Dahinter steckt einfache Marktpsychologie: Ein Möbelkauf ist emotional, viele Kunden sind bereit, für ein Produkt, in das sie sich verliebt haben, etwas mehr Geld auszugeben als geplant. Eben diese Emotion wird durch den optischen Eindruck geweckt. Die Produktbilder sollten deswegen so ansprechend wie möglich sein. Dazu kommt, dass Bilder sehr effizient sind: Sie werden innerhalb von Millisekunden erfasst und sind deswegen angenehm für den User, da sie wenig Informationsaufwand bedeuten.

Nie vernachlässigen: Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Google Shopping und AdWords sowie BING Ads haben sich als mächtige Marketing-Werkzeuge für Möbelhändler etabliert. Wirklich vollständig ist die Marketing-Strategie allerdings erst mithilfe von SEO. In der Suchmaschinenoptimierung gibt es ganz unterschiedliche Philosophien, das Ziel ist jedoch immer dasselbe: Ein möglichst hohes Google-Ranking bei Sucheingabe der relevanten Keywords. In der Möbelbranche sind solche Schlüsselwörter zum Beispiel „Möbel“, „Sofa“, „Tische“ und andere populäre Einrichtungsgegenstände, oft auch in Kombination mit Begriffen wie „günstig“ oder „Angebot“.

Immerhin herrscht inzwischen Einigkeit darüber, dass hochwertiger Content die Basis des SEO-Erfolgs ist. omedia24 verfolgt diese Strategie bereits seit Jahren und war deswegen nicht von Abstrafungen im Zuge der Google-Updates betroffen; dies hatte den Vorteil, dass die bewährten Methoden immer weiter verfolgt und verfeinert werden konnten, anstatt sich regelmäßig neu orientieren zu müssen.

Der Fokus auf Content gilt folglich auch in der Möbelbranche. Dazu zunächst die Definition von Content: Content, also Inhalt, ist all das, was der Leser sieht, was ihn mit Informationen füttert. Flüssige Texte mit hoher Lesbarkeit und echten Informationen sind die Grundlage, aufgepeppt werden sie durch ansprechende Bilder – in diesem Fall gilt also dasselbe wie schon bei AdWords. Produktabbildungen werten den Content optisch auf und dienen zugleich als Werbung; Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Sie sollten deswegen ebenso wenig vernachlässigt werden wie der Text selbst. Speziell im Möbel-Shopping spielt das Aussehen eine große Rolle, der Mehraufwand für erstklassige Fotos zahlt sich deswegen immer aus.

Dennoch ist Content nur eines von vielen SEO-Kriterien. Laut Google fließen mehr als 400 Faktoren bzw. Metriken in das Ranking mit ein; es ist kaum möglich, all diese Faktoren perfekt zu bedienen. Content gehört zur On-Page-Optimierung, doch auch die On-Site-Optimierung und Off-Page-Optimierung bzw. Linkaufbau/Linkbulding, die der Besucher nicht direkt sieht, ist wichtig. Doch wie gesagt: Die Gewichtung der Methoden ist je nach SEO-Agentur unterschiedlich, manchmal führen sogar mehrere Wege zum Erfolg, auch wenn sich auf lange Sicht immer wieder klare Favoriten ausbilden.

Affiliate Programme nutzen

Affiliate Programme sind weit verbreitet, da sie sich für alle Beteiligten lohnen. Das Prinzip ist leicht zu verstehen: Über ein Affiliate-Programm werden Verkäufer, also in diesem Fall Möbel-Shops, mit Webseiten in Kontakt gebracht. Bei diesen Seiten handelt es sich um Themenseiten, etwa Einrichtungsblogs oder Möbelmagazinen.

Und so geht´s: Die Seitenbetreiber setzen in ihren Artikeln einen Händler-Link zu einem bestimmten Produkt, zum Beispiel zu einem Küchentisch. Klickt der Leser auf den Link, wird er zum Angebot des Händlers weitergeleitet. Der Webseitenbetreiber wird entweder per festgelegtem CPC (Cost per Click) oder über Verkaufsprovision wie CPS (Cost per Sale) oder CPO (Cost per Order) bezahlt. Von diesem Geschäft profitieren beide Seiten: Der Seitenbetreiber generiert Zusatzeinkommen, der Möbelhändler erweitert seine Reichweite und bekommt neue Kunden.

Wichtig zu wissen: Der Erfolg von Affiliate Marketing steht und fällt mit der Qualität der Partnerseiten, auf denen die Links gesetzt werden. Gut geführte Themenseiten mit starken Besucherzahlen bringen viele potenzielle Kunden zum Angebot, der Umsatz steigt langfristig an. Gleichzeitig ist das finanzielle Risiko für Händler recht gering. Die Teilnahme an Affiliate-Programmen ist deswegen nur empfehlenswert.

Fazit

Mit den richtigen Online Marketing Maßnahmen stellen Möbelhändler die Weichen für die Zukunft. Wie die obigen Beispiele jedoch andeuten, sind schon die einzelnen Methoden recht vielschichtig; in der Summe gilt das umso mehr. Nur die wenigsten Möbelhändler verfügen über das nötige Know-How im Online Marketing, die Einarbeitung verlangt viel Zeit und Arbeit. Die Zusammenarbeit mit einer Online Marketing Agentur ist deswegen die bessere Variante, um das Potenzial der Branche auszuschöpfen.

Die omedia24 GmbH ist eine Online Marketing Agentur aus München, BVDW-Mitglied, Google AdWords zertifizierter Partner, BING Ads zertifizierter Partner, Tradedoubler zertifizierte Affiliate Marketing Agentur und gehört zu den Top 100 zertifizierten SEO-Agenturen in Deutschland!

Kontaktieren Sie uns per Mail oder Telefon! Das omedia24-Team steht Ihnen als kompetente Online Marketing Agentur mit Rat und Tat zur Seite.

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